Regenerative Landwirtschaft

Ein Zukunftsansatz für gesunde Böden, Klima & Ertragssicherheit 

Die regenerative Landwirtschaft ist ein Bestandteil der modernen Landwirtschaft. 
Bei der regenerativen Landwirtschaft werden praktisch erprobte und wissenschaftlich fundierte Maßnahmen angewendet, die sich auf die Gesundheit von Böden und Pflanzen sowie den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit konzentrieren, um die Ertragsresilienz zu steigern und gleichzeitig positive Auswirkungen auf Klima (Kohlenstoffkreisläufe), Wasserressourcen sowie die Biodiversität zu schaffen. 

Ziel ist es, Umwelt und Tiergesundheit zu schützen sowie die Natur wiederherzustellen, um die Ernährung zu sichern. Dafür wird auf die gesamte zur Verfügung stehende Werkzeug-Palette der Landwirtschaft zurückgegriffen – sei es auf Alt-Bewährtes oder Neu-Entwickeltes. 

Die regenerative Landwirtschaft bündelt also verschiedene wissenschaftlich bewiesene und/oder praktisch erprobte landwirtschaftliche Praktiken, die sowohl in der konventionellen als auch in der biologischen Landwirtschaft sinnvoll angewendet und in Einklang mit den lokalen Ressourcengrenzen gebracht werden können. Der Fokus liegt auf dem Ergebnis, nicht auf den Maßnahmen, die zum Ergebnis führen. 

Was denkt Deutschland über regenerative Landwirtschaft?

Unsere aktuelle Civey-Umfrage zeigt: Die regenerative Landwirtschaft ist vielen Verbraucher:innen noch kein Begriff – doch das Interesse ist groß, und viele sehen darin eine Chance für mehr Nachhaltigkeit. Hier finden Sie die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Bekanntheit & Verständnis 

Regenerative Landwirtschaft: Ein Begriff mit Nachholbedarf 

  • Etwa ein Drittel der Befragten verbindet mit regenerativer Landwirtschaft am ehesten einen Ansatz für mehr Nachhaltigkeit
  • Für ein Viertel der Deutschen ist der Begriff jedoch unklar definiert, wenn auch aktuell beliebt.
  • Im Vergleich zu anderen Altersgruppen sieht ein deutlich geringerer Anteil der Personen im Alter von 18 bis 29 in regenerativer Landwirtschaft eine Zukunftsorientierung.
  • Besonders 40 bis 49-Jährige sehen darin einen unklar definierten Trendbegriff.

Einordnung
Die Ergebnisse zeigen, dass der Begriff regenerative Landwirtschaft im Großteil des Landes angekommen ist, für viele jedoch noch unklar bleibt. Die Verbindung zur Nachhaltigkeit wird teils bereits gesehen, der Großteil der Gesellschaft hat, über alle Altersklassen hinweg, jedoch eher andere Assoziationen.

Zahlungsbereitschaft

  • Die Meinung zu Aufpreisen für Produkte der regenerativen Landwirtschaft ist klar gespalten: Knapp unter der Hälfte der Befragten sind je offen dafür und dagegen.
  • Dieses Bild bestätigt sich auch beim Blick auf die regionale Kaufkraft der Befragten, die Verteilung der Antworten bleibt hier in etwa konstant. Nur unter Personen mit mittlerem und sehr hohem Einkommen liegt die Bereitschaft, einen Aufpreis zu zahlen, bei über der Hälfte.

Einordnung
Das Ergebnis zeigt, dass durchaus Offenheit für höherpreisige Produkte aus regenerativer Landwirtschaft besteht. Diese besteht bei etwa der Hälfte der Deutschen, auch unter Personen mit niedrigeren Einkommen, vor allem jedoch bei höheren Einkommensklassen.

Bewertung 

  • Für etwa die Hälfte der Befragten wäre ein Siegel zu regenerativer Landwirtschaft beim Einkauf eine Hilfe.
  • Bei Betrachtung nach Alter fällt auf, dass sich dies für 40- bis 49-Jährige nicht bestätigt: Weniger als ein Drittel der Befragten in dieser Altersgruppe fänden ein Siegel hilfreich.
  • Frauen sehen im Siegel häufiger eine Hilfe als Männer: 55 % der Frauen geben an, dass es hilfreich wäre, unter Männern sind es dabei nur 42 %.

Einordnung
Dass etwa die Hälfte der Deutschen ein Siegel hilfreich fände, spricht für eine Offenheit für Produkte aus regenerativer Landwirtschaft und zeigt, dass Einkaufende von einer klaren Beschilderung dieser Produkte profitieren würden.

Potential

  • Etwa die Hälfte der Befragten sieht in regenerativer Landwirtschaft ein großes Potenzial für Umwelt- und Klimaschutz.
  • Hierbei ist jedoch auch die Unsicherheit der Befragten zur Thematik zu betrachten: Rund 18 % geben an, darauf nicht antworten zu können.
  • Besonders hoch ist das Vertrauen in die Wirksamkeit der regenerativen Landwirtschaft in Regionen mit sehr niedriger und sehr hoher Bevölkerungsdichte.
  • Auch der höchste Wert für ein fehlende Hoffnung in die Methode findet sich unter anderen in Regionen mit sehr niedriger Bevölkerungsdichte: Dort geben 32 % an, ein geringes Potenzial zu sehen.

Einordnung
Während die Vorteile der regenerativen Landwirtschaft durchaus gesehen werden, besteht auch noch viel Unsicherheit zum Thema. Vor allem in stärker bevölkerten Regionen kann mehr Information zum Thema dazu beitragen, die Möglichkeiten der regenerativen Landwirtschaft stärker zu verankern.

Die Ergebnisse zeigen: Das Interesse an regenerativer Landwirtschaft wächst – doch es braucht mehr Information, Austausch und sichtbare Praxisbeispiele. Mit unserem Netzwerk, unseren Events und digitalen Formaten möchten wir diesen Dialog fördern. 

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